Zum Tag des Toilettenpapiers am 26. August

Stuttgart … Der Tag des Toilettenpapiers am 26. August macht darauf aufmerksam, dass Toilettenpapier ein wesentlicher Bestandteil täglicher Körperhygiene ist. Ein passender Anlass, einen Moment innezuhalten und sich zu fragen: Was bin ich? Falter, Papierknüller, Handumwickler oder Einzelblattleger? Die Stadt Stuttgart klärt auf.

Die ersten Aufzeichnungen über die Großproduktion von Toilettenpapier stammen aus dem 14. Jahrhundert aus China. In den westlichen Ländern dauerte es noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts (USA) und Anfang des 20. Jahrhunderts (Deutschland), bis sich Toilettenpapier auf den Markt etabliert hat.

In Deutschland verbraucht jeder Deutsche im Jahr rund 20 Kilogramm Toilettenpapier. Da die meisten Hersteller neuen Zellstoff ohne Recycling‐Anteile verwenden, ist dieses Papier dem Recycling entzogen. Papier kann normalerweise bis zu fünf Mal recycelt werden. Umweltverbände empfehlen daher, Recycling‐Toilettenpapier zu verwenden, weil das deutlich weniger Wasser und Energie beim Herstellungsprozess benötigt, als „weißes Toilettenpapier“.

Ein interessanter Aspekt ist der Umgang mit dem Toilettenpapier: Nach einer repräsentativen Umfrage in Deutschland falten fast 67 Prozent der Deutschen das Toilettenpapier, die restlichen sind Papierknüller, Handumwickler oder Einzelblattleger. Im Gegensatz hierzu wird zum Beispiel in den USA das Knüllen des Toilettenpapiers bevorzugt.

Wie unentbehrlich Toilettenpapier für den Alltag geworden ist, zeigte sich im März dieses Jahres: Während in den USA der Kauf von Waffen sprunghaft anstieg, fanden in Deutschland großflächig Hamsterkäufe an Hygieneartikeln statt. Während der Corona‐Pandemie waren aufgrund der Toilettenpapierknappheit viele Bürger auf der Suche nach Alternativen. Es stellte sich die Frage, ob die gute alte Zeitung, Küchenkrepp oder Papiertaschentücher verwendet werden können.

Diese Alternativen müssen jedoch anschließend über den Restmüll entsorgt werden. Beim Herunterspülen in der Toilette zerfallen diese festen Papiersorten auf dem kurzen Reiseweg zwischen einem Spülgang und der Ankunft in der Kläranlage im Wasser nicht wie Toilettenpapier.

Auch „feuchtes Toilettenpapier“, das inzwischen vielfach in Gebrauch ist, besteht meist aus reißfesten Fasern, die vermehrt Schwierigkeiten in privaten und öffentlichen Abwassersystemen verursache: Rohrleitungen, Engstellen und Pumpen verstopfen und können nur mit großem Aufwand und unter hohen Kosten gereinigt beziehungsweise repariert werden. Der Hinweis „spülbar“ bedeutet lediglich, dass das Papier mit Wasser transportiert werden kann.

Aus diesem Grund weist die Stadtentwässerung Stuttgart darauf hin, dass feuchtes Toilettenpapier wie auch andere Ersatzstoffe beziehungsweise Alternativen nicht in der Toilette heruntergespült werden dürfen, sondern ebenso wie andere Hygieneartikel wie Wattestäbchen in den Restmüll gehören.

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