SportKultur mit neuem Mitgliederrekord

Stuttgart-Wangen … Viel Konzeptarbeit und strukturelle Überlegungen haben das Vereinsjahr 2019 bei der SportKultur Stuttgart geprägt. Lohn der Mühe ist ein neuer Mitgliederrekord: Erstmals hat der aus fünf Sportvereinen der Oberen Neckarvororte gebildete Club jetzt die Mitgliederzahl von 3.000 überschritten. Endlich gute Nachrichten kommen von der Golfübungsanlage auf dem Steinprügel. Was den auf eine neue Sporthalle und ein Vereinszentrum hoffenden Verein immer wieder belastet, sind die vielen reparaturanfälligen Altimmobilien.

Am 24. Juli fand am Vereinssitz in Wangen unter strengsten Coronaregeln die diesjährige Mitgliederversammlung statt. So wenig wie noch nie, nämlich nur 45 Mitglieder hatten sich für die Versammlung angemeldet und waren für zugewiesene Sitzreihen registriert worden. Die Halle an der Kesselstraße 30 war luftig bestuhlt, es herrschte Maskenpflicht auf allen Wegen zu, in und von der Halle, eine Bewirtung fand nicht statt, vor jedem Redebeitrag wurde das Mikrofon desinfiziert, und als nach eineinhalb Stunden die Versammlung zu Ende war, mussten die Mitglieder den Saal geordnet durch zwei Ausgänge verlassen. Corona zog sich wie ein roter Faden durch die wegen der Pandemie um vier Monate verschobene Mitgliederversammlung.

Über die Auswirkungen der Coronakrise auf die wirtschaftliche Situation des Vereins könne noch keine Aussage gemacht werden, betonte Ulrich Strobel sowohl im Editorial des neuen Vereinshefts als auch in seinem Rechenschaftsbericht. Stolz sei er darauf, dass bislang kein einziges Mitglied wegen des Corona-Lockdowns Beiträge zurückgefordert oder gar seinen Vereinsaustritt erklärt habe, sagte der Vorsitzende. Auch die Mitarbeiter seien bei der Stange geblieben. Die SportKultur hatte Kurzarbeit beantragt.

Große Hoffnung setzt die SportKultur auf den Stuttgarter Gemeinderat. Mit 600.000 Euro für die Planung einer neuen Sporthalle und eines Sportvereinszentrums an der Kesselstraße seien im laufenden Doppelhaushalt der Stadt Stuttgart wichtige Anstöße für die Sportstättenentwicklung gegeben worden, zeigte sich Ulrich Strobel auch auf der Mitgliederversammlung seines Vereins wieder optimistisch. Der Vereinschef machte aber auch deutlich, dass die Planungen bis zum Sommer 2021 abgeschlossen sein müssten – rechtzeitig vor Beginn der Etatberatungen für den folgenden Stadthaushalt für die Jahre 2022 und 2023.

Großen Anklang findet die neue Webseite des Vereins, die professionell konzipiert und von einem ehrenamtlichen Projektteam mitentwickelt wurde. Dies nicht allein wegen ihrer klaren Struktur und ihres modernen Erscheinungsbildes, sondern auch wegen der neuen Möglichkeit für Mitglieder, ihre Daten und Kurse online zu verwalten. Eine erfreuliche Entwicklung zeichnet sich für die GolfKultur Stuttgart mit ihrer öffentlichen Driving Range auf dem Hedelfinger Steinprügel ab. Mit Unterstützung eines ehrenamtlichen Golfbeirats konnte die Anlage personell und betriebswirtschaftlich reorganisiert und – neuesten Zahlen mit einem Umsatzrekord im Juni zufolge – in die Erfolgsspur gebracht werden. Zudem wurde die Vereinsgaststätte auf dem Steinprügel zumindest bis Mitte Oktober neu verpachtet. Auch die Golfabteilung des Vereins hat sich neu aufgestellt und trägt zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei. Inzwischen gibt es sogar schon Zusatztermine für die beliebten Golf-Schnupperkurse am Sonntag. Noch nicht geklärt ist, wer den kürzlich durch eine Überschwemmung entstandenen Schaden an den Tennisplätzen im Bußbachtal in Rohracker trägt; immerhin beläuft sich der Sanierungsbedarf wohl nur auf 13.500 Euro und nicht – wie zunächst vermutet – 50.000 Euro. Gemeinsam mit dem neuen Waldkindergarten Naturstrolche sieht die SportKultur neue Möglichkeiten bis hin zur Entwicklung eines Sportkindergartens am Bußbach.

Im Fußballbereich könnte sich eine erweiterte Zusammenarbeit mit der Balakov-Schule ergeben; konkret war dazu jetzt aber noch nichts zu sagen. Weiterhin Daumendrücken ist angesagt, was die Erneuerung des Kunstrasenplatzes an der Kesselstraße angeht; hier ist nicht nur die Granulatfrage offen, sondern auch die Prioritätenliste der Stadt maßgeblich. Das DFB-Kleinspielfeld hinter dem Vereinsheim in Wangen wird demnächst umzäunt – „schweren Herzens”, wie Clubchef Strobel meinte, müsse der Zugang nun durch Ausweise geregelt werden, weil regelmäßig auswärtige Erwachsene bis in die Nacht hinein dort kickten und für Unruhe sorgten. „Den Happeningcharakter müssen wir unterbinden!” Nachgedacht wird bei der SportKultur angesichts des regen Interesses über eine eigene Tanzsportabteilung. Den Abschluss der Versammlung bildete die Ehrung der Sieger des diesjährigen Fotowettbewerbs. Dann ging es durch getrennte Ausgänge nach Hause.

Über das Vereinsgeschehen informiert das neue Vereinsheft (Link hier). Zur Vereinsumfrage geht es hier.

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