AWS in Wangen – Betriebsstelle kein Reizthema mehr

Stuttgart-Wangen … Im Oktober 2025 ging die neue Betriebsstelle der AWS an der Gingener Straße 23 in Wangen an den Start. Dass es um diesen Standort einmal einen erbitterten Streit gab, ist heute kein Thema mehr. Die Informationspolitik des damals neuen Geschäftsführers hat sich ausgezahlt. Am 19. Januar empfing Markus Töpfer daher einen entspannten Wangener Bezirksbeirat zu einem Rundgang. Für den 20. Juni ist ein Nachbarschaftsfest geplant – dann dürfen alle kommen und hinter die Kulissen schauen.

„Die Information tötet das Gerücht”

Fast genau acht Jahre ist es her, als der Bezirksbeirat zweimal hintereinander die städtischen Pläne geschlossen ablehnte. Heftige Kritik aus der Nachbarschaft mündete schließlich sogar in eine Petition. Sie blieb letztlich zwar ohne Erfolg, doch die Debatte setzte dem AWS-Vorhaben zu. Erst nach dem Wechsel der AWS-Geschäftsführung kam Bewegung in die Sache. Eine der ersten Amtshandlungen von Markus Töpfer war im März 2022 eine Einladung zum Dialogabend in der Wangener Turn- und Versammlungshalle. Jetzt, nachdem die Betriebsstelle in Wangen in Betrieb ist, lässt sich sagen: Das war der Anfang vom Ende der Emotionen. Der Dialog wurde über die Bauzeit fortgesetzt, es gab einen Rundgang über die Baustelle und einen weiteren öffentlichen Lokaltermin im Frühjahr 2024. Töpfer zeigte sich gegenüber dem Wangener Bezirksbeirat zufrieden mit dem Ergebnis der Bemühungen, miteinander und nicht übereinander zu sprechen: „Die Information tötet das Gerücht”.

Gemeinsam mit dem Wangener Betriebsleiter Marc Zink führte AWS-Chef Töpfer die Bezirksbeiräte über den Betriebshof und gewährte Einblicke in die Sanitärräume sowie die Verwaltungsbüros an der Gingener Straße 23. Dass nur eine Handvoll Bürger die öffentliche Führung nutzten, um sich aus erster Hand zu informieren, mag als Beleg dafür dienen, dass die AWS-Betriebsstelle kein Reizthema mehr ist.

Stuttgarts derzeit modernster Betriebshof

Interessiert ließen sich die Lokalpolitiker und Besucher die offene Fahrzeughalle zeigen (Foto oben), stellten Fragen zum Fuhrpark, der Tourenplanung und den Betriebsabläufen der städtischen Müllabfuhr. 120 Fahrer und Lader seien nun in Wangen stationiert, erklärte Betriebsleiter Zink. Sie rücken nun von Stuttgarts derzeit modernstem, 6.500 Quadratmeter großem Betriebshof aus. In der Regel an fünf Werktagen in der Woche, beginnend um 6.45 Uhr und bis ihre Tour, die die Teams eigenständig organisieren, fertig ist. Gegen 17 Uhr ist in der Regel auch für die Letzten Feierabend. Gelegentlich rücken Müllwagen auch samstags aus – je nach Zahl und Lage der Feiertage. Das ist und bleibt aber die Ausnahme.

Markus Töpfer nutzte die Gelegenheit, auf eine stuttgartweite Überplanung aller Touren ab diesem Jahr hinzuweisen. Mit ein Grund dafür sei, dass einige Straße künftig nicht mehr rückwärts angefahren werden dürften. Dies erfordere den Einsatz kleinerer Fahrzeuge. Und in der Folge eine neue Personalplanung. Ein Thema für die Jahre ab 2028, so Töpfer. Bis dahin wird in Stuttgart ein neuer Doppelhaushalt aufzustellen sein. Und dann geht es wieder mal ums Geld.


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